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Der Mond

Daten

  • Umfang: 11 000 km > 25% des Erdumfangs
  • Durchmesser: 3 500 km > 27% der Erdgröße
  • Oberfläche: 38 Millionen km² > 7,4% der Erdoberfläche
  • Volumen: 22 Milliarden km³ > 2% des Erdvolumens
  • Masse: 73 500 Billiarden Tonnen > 1,2% der Erdmasse
  • Mittlere Dichte: 3,34g/cm³ > 61% der Erddichte
  • Durchschnittsgeschw.: 3 700 km/h
  • Radius: 1 700 km > 0,27% des Erdradius
  • Kleinste Entfernung zur Erde (Perigäum): 355 000 km
  • Mittlere Entfernung zur Erde: 385 000 km
  • Größte Entfernung zur Erde (Apogäum): 405 000 km
  • Temperatur tagsüber: +118°C
  • Temperatur nachts: -153°C
  • Umlaufzeit um die Erde: 27,3 Tage
  • Länge von Tag und Nacht: 15 Erdtage
  • Alter: 4,6 Milliarden Jahre
  • Bahnneigung gegen die Ekliptik: ca. 5°
  • Mittlere Bahngeschw.: 1 km/s

Entstehung des Mondes:

Als einziger erdähnlicher Planet hat die Erde einen großen Mond als Begleiter. Darüber, wie der Mond eigentlich entstanden ist, gibt es verschiedene Theorien. Nach Untersuchungen des Mondgesteins gilt folgende Theorie als am wahrscheinlichsten:
Vor mehr als vier Milliarden Jahren wurde die Erde von einem großen Planetoiden oder Meteoriten getroffen. Durch den ungeheuren Aufprall wurden Teile der Erde und des Planetoiden in eine Umlaufbahn geschleudert, wo sie sich vereinigten und den Mond bildeten. Die Oberfläche ist extrem dunkel und strahlt nur 7% des einfallenden Sonnenlichtes zurück. Da der Mond eine gebundene Rotation hat, zeigt er uns immer die gleiche Seite.

Aufbau

Der Mond besitzt, im Gegensatz zur Erde, keine nennenswerte Atmosphäre. Der Himmel ist, vom Mond aus gesehen, bei Tag wie bei Nacht immer schwarz, da keine Lichtbrechung durch eine Atmosphäre stattfindet.

Man kann beim Aufbau des Mondes mehrere Schichten unterscheiden: Außen befindet sich eine ca. 60 km dicke, starre Kruste, danach folgt bis in die Tiefe von 1000 km ein starrer Mantel aus schwerem Silikatgestein. Der Mantel unterteilt sich in einen äußeren und inneren Teil, der innere Teil ist Quelle vieler Mondbeben. Der Kern des Mondes ist teilweise flüssig. Er hat einen Durchmesser von 1 400 km und besteht teilweise aus geschmolzenem Gestein.

Während die helleren Gebiete des Mondes kraterübersäht sind, gibt es auch die dunkleren Gebiete, Mare (Meere) genannt. Hier gibt es erheblich weniger Krater. Vor ca. 4 Milliarden Jahren fand zu diesem Zeitpunkt ein heftiges Bombardement statt, die Teile der Mondoberfläche aufschmolzten und die älteren Krater damit auslöschten.


Bestandteile

Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Oberflächenarten: 
Regolith, Meere (Mare) und Hochland (Terrae).

Regolith

Regolith oder Mondstaub ist gelöstes Mineralgestein oder auch Felsbrocken. Er bedeckt fast den ganzen Mond und ist 2 bis 8 m dick.

Meere (Mare)

Das dunkle, mit wenigen Kratern bedeckte Gebiet des Mondes nennt man Mare oder Meere. Es bedeckt 16% des Mondes. Die Meere sind einige hundert Meter dick und verformen unter sich die Kruste, wodurch Spalte und Risse auf der Mondoberfläche zum Vorschein kommen.
Die Meere sind auf der erdabgewandten Seite überhaupt nicht vorhanden.

Hochland (Terrae)

Das sehr helle, verkraterte Hochland des Mondes nennt man Terrae. Die Krater und Becken der Berge wurden durch Meteoriteneinschläge geformt. Die Terrae sind etwa 4 Milliarden Jahre alt und somit das älteste Gestein auf dem Mond.


Schwerkraft

Die Schwerkraft auf dem Mond beträgt nur 1/6 im Vergleich zur Erde. Ein Mann auf dem Mond, der auf der Erde 80kg wiegt, wiegt auf dem Mond nur 13 kg. Dies ist bedingt durch die kleinere Masse des Mondes, und die damit verbundene geringere Anziehungskraft.

Meteroiten

Während seines „Lebens“ wurde der Mond von vielen Meteoriten bombadiert. Dadurch wurde seine alte Kruste verschmolzen, verbrannt und mit dem Meteoritengestein vermischt. Durch die Meteoriteneinschläge wurde die Kruste aufgesprengt und geschmolzener Basalt konnte die Oberfläche erreichen. Durch diese Aktivitäten verlagerte sich der Schwerpunkt des Mondes. Weil er keine Atmosphäre besitzt, verwittern diese Einschläge nicht, wie auf der Erde. Die Einschläge, die man heute noch sieht, sind Ergebnis einer 4 Millarden alten Geschichte.


Mondphasen

Der Mond ist ein Himmelskörper der die Erde als Satellit ständig umkreist.
Die ständig wechselnden Lichtgestalten des Mondes, die Mondphasen, sind Anlaß manch abergläubischer Vorstellungen.

Aufgrund der Tatsache, dass der Mond selbst kein Licht erzeugt, sieht man von ihm immer nur den von der Sonne beleuchteten Teil. Von der Erde aus erkennt man dieses an den einzelnen Mondphasen, die sich je nach Stellung Mond - Erde - Sonne ergeben und von Neumond bis Vollmond reichen. Bei Neumond können wir den Mond gar nicht sehen, weil er zwischen Sonne und Erde steht und nur seine "Rückseite" beleuchtet ist. Ein paar Tage später ist er weit genug von der Sonne abgerückt, dass er als schmale Sichel erscheint.
Nach einer Woche sehen wir den Mond im ersten Viertel zur Hälfte beleuchtet.
Danach nimmt der Mond weiter zu, bis schließlich bei Vollmond die ganze uns zugewandte

Seite vom Sonnenlicht getroffen wird.

Anschließend nimmt der Mond wieder ab, wird erneut zum Halbmond, diesmal im letzten Viertel und verschwindet schließlich als schmale Sichel, bis nach 29,5 Tagen die nächste Neumondstellung erreicht wird.

Die Gesamtheit aller Mondphasen nennt man Lunation.


Die Hauptphasen des Mondes:

  • Neumond: die unbeleuchtete Seite des Mondes ist der Erde zugekehrt
  • Erstes Viertel: zunehmender Halbmond
  • Vollmond: vollbeleuchtete Seite des Mondes ist der Erde zugekehrt
  • Letztes Viertel: abnehmender Halbmond


Der zunehmende Mond kann nur am Abendhimmel, der abnehmende Mond nur am Morgenhimmel beobachtet werden. Auf- und Untergangszeiten verschieben sich täglich um ca. 50 Minuten. ß

Mondfinsternis

In Abständen von etwa einem halben Jahr treten Mondfinsternisse ein. Da eine Mondfinsternis nur stattfinden kann, wenn der Mond in den Schatten der Erde eintaucht, kann sie nur bei Vollmond entstehen. Etwa zweimal jährlich findet der Vollmond in für eine Mondfinsternis ausreichender Nähe des Erdschattens statt.



Es gibt drei Arten von Mondfinsternissen:

  • Halbschatten-Mondfinsternis: Der Vollmond taucht nur in den Halbschatten ein und zieht am Kernschatten vorbei.
  • Partielle Mondfinsternis: Der Mond wird zum Teil vom Kernschatten getroffen.
  • Totale Mondfinsternis: Der Mond taucht vollständig in den Kernschatten der Erde ein.

Ablauf einer Mondfinsternis:

Der Vollmond nähert sich bei einer Mondfinsternis dem Kernschatten der Erde. Dabei muss er zuerst den Halbschatten durchqueren, den man sich als ringförmigen Bereich um den Kernschatten der Erde vorstellen kann. Dabei ist dieser Ring etwa so dick, dass der Mond gerade darin Platz hat.

Die Mondfinsternis beginnt mit der ersten Berührung des Halbschattens durch den Mond. Mit einer Geschwindigkeit von einem Kilometer pro Sekunde taucht in der folgenden Stunde der Mond tiefer und tiefer in den Halbschatten der Erde ein. Vielleicht nach einer halben Stunde kann man ein Helligkeitsgefälle der Mondscheibe von Osten nach Westen erkennen.

Ein paar Minuten später berührt der Mond den Kernschatten der Erde. Wir auf der Erde sehen nach dem ersten Kontakt eine ziemlich scharfe Grenze zwischen dem noch im Sonnenlicht stehenden und schon im Erdschatten befindlichen Gebieten langsam über den Mond ziehen. Während dieser Zeit erlebt man eine partielle Mondfinsternis. Während die Mondfinsternis der Totalität entgegen geht, wird der Nachthimmel dunkler. Immer schwächere Sterne werden sichtbar.

Die totale Mondfinsternis beginnt, wenn der Mond vollständig in den Kernschatten eintaucht. Die Stellen des Mondes, die besonders tief im Schatten liegen, sind nur noch schwer zu erkennen.

Blauer Mond

Da der Mondzyklus und das Sonnenjahr nicht ganz gleich sind, hat ein Monat manchmal zwei Vollmonde, was jedoch ein relativ ungewöhnliches Ereignis ist (etwa alle drei Jahre).

Der zweite Vollmond wird "Blauer Mond" genannt.

Die Mondbahn

Der Mond bewegt sich in einer elliptischen Bahn um die Erde.
Je nachdem, ob der Mond die Erdbahnebene in Richtung von Süd nach Nord oder von Nord nach Süd überquert, nennt man die Schnittpunkte der Erd- und Mondbahn auf- und absteigende Knoten. Die Knotenlinie bezeichnet die Verbindungslinie zwischen den Knotenpunkten.

Warum scheint der Mond am Himmel so groß wie die Sonne zu sein?

Es ist reiner Zufall, dass die beiden Himmelskörper gleich groß erscheinen. Der Mond ist natürlich viel kleiner als die Sonne, da er uns ihr gegenüber viel näher steht, erscheint er uns gleich groß. Diesem Zufall verdanken wir, dass wir eine totale Sonnenfinsterniserleben dürfen, wobei die Sonne vom Mond dabei vollständig bedeckt wird.

Der Mond entfernt sich rund 4 cm pro Jahr von der Erde.

Das Mondalter ist die seit Beginn des letzten Neumondes verstrichene Zeit.

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Autor: Maria Stumpfl and Daniela Bura
Mail: maria.stumpfl [at] gmx [dot] at
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